VIDEONALE.11

Vorwort des VIDEONALE.11 Katalogs (Auszug)

Was steht am Anfang eines Projekts wie der nunmehr elften Videonale, deren erste Ausgabe 1984 aus einer studentischen Initiative hervorging? Nach der Entscheidung für die künstlerische Leitung und den Bemühungen um finanzielle Mittel liegt der hauptsächliche Fokus der kuratorischen Arbeit auf dem Charakter und der Positionierung der Veranstaltung. Da die Videonale nur alle zwei Jahre stattfindet, fungiert sie nicht zuletzt als ein Gradmesser von Veränderungen in der aktuellen Videokunst.

Bei der Vorbereitung der Videonale geht es zum einen um die Aufstellung eines vielfältigen und lebendigen Festivalprogramms im unmittelbaren Anschluss an die Eröffnung, um möglichst viele Besucher - neben einem lokal zu erreichenden Publikum - auch aus der überregionalen und internationalen Videokunstszene anzuziehen. Andererseits versucht die Videonale insbesondere seit dem Umzug in das Kunstmuseum Bonn im Jahr 2004, ihre Auswahl nicht nur auf der begrenzten Wahrnehmungsebene eines Festivals zu vermitteln, sondern durch eine buchstäblich "museumsreife" Ausstellung in einem weiteren Kunstkontext zu etablieren. Dazu gehören Planungen, die Videonale nicht nur durch wissenschaftliche Vorträge zu vermitteln, sondern auch durch eine - verkleinerte - Ausstellung in Seoul und Bangalore zeigen zu können. [...]

Eine adäquate Präsentationsform für Videokunst hat sich neben der gängigen "Black Box" noch nicht gefunden, zumindest hat sie sich nicht durchgesetzt. Deshalb ist es eine große Chance für die VIDEONALE.11 und war für die letzten zwei Videonalen gleichermaßen eine tragende Säule, verschiedene Präsentationsmöglichkeiten aufzuzeigen und auszuprobieren, zumal das Kunstmuseum Bonn mit seiner großartigen Architektur von Axel Schultes abwechslungsreiche Proportionen bietet - auch wenn oder gerade weil das Haus eigentlich für Malerei konzipiert wurde. [...] (Georg Elben)

VIDEONALE.11 Künstler:innen
Victor Alimpiev, Antenna, Ulu Braun & Alexej Tchernyi, Christoph Brech, Anna Byrdy & Monika Leitner, Jana Debus, Jeanne Faust & Jörn Zehe, Christine de la Garenne, Geoffrey Garrison, Beate Geissler & Oliver Sann, Patricija Gilyte, Christoph Girardet, Freya Hattenberger, Lia Anna Hennig, Nick Jordan, Halina Kliem, Dariusz Kowalski (Krzeczek), Mischa Kuball, Theo Ligthart, Guangyun Liu, Martin Lorenz, Nadja Verena Marcin, Matthias Meyer, Aki Nakazawa, Stéphanie N'Duhirahe, Cindy Ng Sio Ieng, Dietmar Offenhuber, Uriel Orlow, Julia Oschatz, Jean-Gabriel Périot, Oliver Pietsch, Nico Roicke, Gustavo Romano, Romana Schmalisch, Erik Schmidt, Matthias Scholten, Erica Scourti, Siri Harr Steinvik & Ignas Krunglevicius, Corine Stübi, Jan Verbeek, Jörg Wagner, Richard Turner Walker, Connie Walsh, Tina Willgren, Kathrin Maria Wolkowicz, Stefanie Wuschitz, Mai Yamashita & Naoto Kobayashi, Joseph Zehrer, Stefan Zlamal

Wettbewerbsjury
Cecilia Anderson, Karen van den Berg, Katja Davar, Georg Elben, Tomasz Wendland

Preisjury
Candice Breitz, Rudolf Frieling, Susanne Titz

Kurator
Georg Elben

Webseite
verein.videonale.org

Image:
VIDEONALE.11 Katalog, 2007. © Videonale

Über die VIDEONALE.11

Über 650 Einreichungen (aus 51 Ländern)
48 ausgewählte Arbeiten

Laufzeit 15. März – 15. April 2007
Ort Kunstmuseum Bonn

Künstler:innen Victor Alimpiev, Antenna, Ulu Braun & Alexej Tchernyi, Christoph Brech, Anna Byrdy & Monika Leitner, Jana Debus, Jeanne Faust & Jörn Zehe, Christine de la Garenne, Geoffrey Garrison, Beate Geissler & Oliver Sann, Patricija Gilyte, Christoph Girardet, Freya Hattenberger, Lia Anna Hennig, Nick Jordan, Halina Kliem, Dariusz Kowalski (Krzeczek), Mischa Kuball, Theo Ligthart, Guangyun Liu, Martin Lorenz, Nadja Verena Marcin, Matthias Meyer, Aki Nakazawa, Stéphanie N'Duhirahe, Cindy Ng Sio Ieng, Dietmar Offenhuber, Uriel Orlow, Julia Oschatz, Jean-Gabriel Périot, Oliver Pietsch, Nico Roicke, Gustavo Romano, Romana Schmalisch, Erik Schmidt, Matthias Scholten, Erica Scourti, Siri Harr Steinvik & Ignas Krunglevicius, Corine Stübi, Jan Verbeek, Jörg Wagner, Richard Turner Walker, Connie Walsh, Tina Willgren, Kathrin Maria Wolkowicz, Stefanie Wuschitz, Mai Yamashita & Naoto Kobayashi, Joseph Zehrer, Stefan Zlamal

Videonale Award
Beate Geissler & Oliver Sann für "fuck the war"

Künstler:innen der VIDEONALE.11 Videos der VIDEONALE.11

Videos der VIDEONALE.11